Links, die bei Digital-Problemen gut weiterhelfen:
TRAN, der Hersteller, der von
mir zur Zeit favorisierten DC 74er Decoder |
Lange habe ich mich innerlich gesträubt, doch Monat für Monat, Jahr für Jahr wuchs mein Wunsch nach optimaler Fahrkultur der Modell während meine Bedenken schwanden. Zum Jahresende 2000 war es dann soweit - Ich wurde 'Digitalo'- und das znächst mit Begeisterung. Doch einige Tage später folgte schon wieder Ernüchterung. Nein, ich werde nicht zum Analogbahner zurück mutieren: doch ich habe das Gefühl als gäbe es zum Digitalbetrieb doch einiges mehr zu schreiben als in der Modellbahnliteratur zu finden ist. Es ist schon wahr. Digital fahren die Modelle viel besser. Bei entsprechend angepasster Geschwindigkeitskurve fahren die Dampflokomotiven so sanft an, daß sich wirklich erst die Kolben im Zylinder und die Räder zu bewegen scheinen , bevor sich die gesamte Lock fast unmerklich in Bewegung setzt. Das funktioniert also auch in TT !! Gleichzeitig lässt sich die Anfahr- und Bremsverzögerung so programmieren, daß ein durchschnittlicher Zug bei Einfahrt in einen Bremsabschnitt und normalem Tempo tatsächlich nach rund einer Zuglänge langsam zum Stillstand gekommen ist - da fehlt nur noch das Quietschen der Bremsen ! Doch bis all das bei mir wirklich funktionierte, musste ich feststellen, daß nicht jeder Decoder so viel Fahrspaß vermittelt, dass ´die Systeme auch Ihre Bugs haben und gerade automatische Steuerung doch viele teure Bauteile benötigt - oder ausgefuchste Schaltpläne, Meine bisherigen Erfahrungen habe ich auf den folgenden Seiten gesammelt: Das 'richtige' System: Mittlerweile hat sich das DCC -Format als Standard für Gleichstorm-Bahnen etabliert. Die wichtigsten Hersteller sind LENZ und Uhlenbrock - und alle DCC-Geräte sind miteinander kompatibel. - Na sagen wir mal, fast kompatibel. Als Steuerung stehen zur Auswahl: Die 'Intellibox' von Uhlenbrock - die auch gleich zwei Fahrregler für gleichzeitige Steuerung von zwei Zügen bietet, aber auch recht teuer ist. Etwas billiger: die Zentralen von Lenz, bei denen man sein System aus mehreren Bausteinen (Transformator, Zentrale, Regler) selbst zusammenstellt. Solange man mit einem Regler auskommt ist der Start hier billiger. Der 'Quickstart' gelingt mit dem 'Compact' von Lenz. Es kombiniert für wenig Geld Zentrale und Regler miteinander (einen separaten Trafo braucht man trotzdem noch) doch dafür aber einige Funktionen weniger bietet (Kein Programmieren auf dem Gleis, man muß Loks auf das separate Programmiergleis setzen), nur vier der maximal 8 funktionstasten sind nutzbar - und nicht jeder Decoder lässt sich mit dem Compact programmieren (Uhlenbrock-Decoder zum Beispiel nicht). Als Start zum 'Reinschnuppern' ist das Gerät ja wunderbar. Auf Dauer aber dient es (nach Zukauf einer echten Zentrale und eines Handreglers) nur noch als zweiter 'Regler' Das ''Stop and Go' Problem: Wer auf seiner Anlage und mit seinen Loks gelegentliche Kontakt-Probleme hat, sollte auf Digitalbetrieb verzichten. Oder zumindest auf die Vorstellung von sanft beschleunigenden Zügen. Denn wenn man eine sanfte Beschleunigun programmiert, ergibt sich ein schlichtes Problem. Schon nach dem allerkürzesten Kontaktproblemchen setzt der Decoder die Fahrtgeschwindigkeit auf Null - und beginnt wieder langsam zu beschleunigen. Und das an Stellen, die analog kein Problem darstellen. Nur, wenn man die Züge in Blockabschnitten wieder sprunghaft losrasen lässt werden solche Stellen auch Digital problemlos überfahren. Wenn man aber sanfte Beschleunigung haben will, hilft nur perfekte Verlegung der Gleise - und bestes Putzen von Gleis und Lok-Kontakten. Ein Lichtblick: mittlerweile gibt es einen Decoder, der sich auch bei kurzen Stromaussetzern die zuletzt eingestellte Fahrgeschwindigkeit merkt -> siehe Auf den Decoder kommt es an Das Spannungsproblem: Digitalsysteme legen Wechselstrom an
die Schiene - und einen überlagerten Steuerimpuls. Der jeweilige
Lokdecoder interpretiert die für ihn bestimmten Impulse und erzeugt aus
dem Wechselstrom dann den Gleichstrom, der der gewünschten
Fahrgeschwindigkeit entspricht. Allerdings: Die Zentralen(Verstärker)
legen im allgemeinen rund 16 Volt Wechselstrom an das Gleis. Nun fahren
TT-Lokomotiven schon bei 12 Volt Gleichstrom meist viel Schneller als ihr
Vorbild, deshalb erreichen sie auch bei Digitalbetrieb teilweise extrem hohe
Spitzengeschwindigkeiten. Die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten
kann man zwar mit der 'Beschleunigungskurve' mindern, Aber das erfordert of
erhebliche Umprogrammierung. Anstatt den gesamten Stellbereich von 0 - 256 zu
nutzen, muß man die Loks auf den Bereich von 0 - 80 begrenzen um auf
akzeptable Höchstgeshwindigkeiten zu kommen. Am Fahrregler ist das dann
kein Problem mehr. Aber beim 'automatischen' Bremsen und Beschleunigen ergibt
sich vor allem bei 'nicht lastgeregelten' Decodern ein sehr viel schlechteres
Regelverhalten, (siehe unten: Das Rangierproblem) Das RangierProblem Einer der Gründe für den Umstieg auf Digital war eindeutig die Möglichkeit jeder Lok eine angemessene Brems- und Beschleunigungsverzögerung zu programmieren. Bei Einfahrt in einen Halteabschnitt bremst die Lok dann innerhalb rund einer Zuglänge langsam ab. Wunderbar, da fehlt nur noch das Quietschen der Bremsen. Wer eine Lok aber derart auf ideale Fahreigenschaften programmiert hat, wird laut fluchen, sobald er versucht den Zug präzise an einem Entkupplungsgleis anhalten zu lassen oder die Lok an den Zug anzukuppeln. Auch der punktgenaue Stop an der Bekohlungssanlage wird zur Glückssache. Schon wenn bei Reisegeschwindigkeit nur eine Zuglänge Bremsweg programmiert ist, entstehen auch aus Schrittgeschinigkeit noch einige Zentimeter Nachlauf.! Auch die durch die Beschleunigungskurven entstehende lange Wartezeit bei der Fahrtrichtungsumkehr.nervt. Da wird das Rangieren so langsam und zeitaufwendig wie beim Original !! Nun könnte man die Brems- und Anfahrkurve zum Rangieren umprogrammieren. Aber das dauert mindestens ebenso lange. Falls man nicht (mit dem Compact-Fahrpult) die Lok ohnehin auf ein separates Programmiergleis setzen müsste. Es gäbe ja eine einfache Lösung. Eine zusätzliche Funktionstaste mit der die jeweils angelegte Lok von Rangier- auf Strecken betrieb umgeschaltet werden könnte. (Beschleunigungsverzögerund an/aus) Das müsste so einfach gehen, wie das Einschalten der Beleuchtung. Aber das ist zumindest bei Lenz leider nicht vorgesehen! Noch nicht ? Als Verbesserungsvorschlag wäre es auf jeden Fall sinnvoller als der zehnte schaltbare Beleuchtungseffekt. Und manchmal werden ja doch Wünsche wahr: Uhlenbrock bietet seit Mitte 2002 in neuen DCC-Decodern diese Funktion: einen über F3 oder F4 abschaltbaren Rangiergang samt Aussetzen der Beschleunigungsverzögerung. CT / tran lieferte sogar schon wenige Wochen vorher einen kleinen lastgeregelten und Faulhabertauglichen Decoder aus, der diese Funktion über F8 bietet. Damit ist bei mir Lenz auf absehbare Zeit erst einmal aus dem Rennen, Mehr zum Decoder auf der nächsten Seite, noch einige spezielle Erfahrungen mit verschiedenen Decodern insbesondere von Lenz finden sich im letzten Kapitel. |
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