Und hier noch eine kleine aber feine Link-Liste, die zu den wichtigsten Informationsquellen führt:
Die Arbeit der UN-Klimakonferenzen wird auf deren
deutschsprachiger Homepage gut dokumentiert.
Auf deutsch bietet
insbesondere der
WWF eine Fülle von Informationen. Die kritischen
Nichtregierungsorganisationen sind im
Climate Action Network
verknüpft, die Website der auf allen KLlimakonferenzen erscheinende
NGO-Zeitschrift ECO ist ebenfalls einen Besuch wert. Die Gegner der Klimapolitik
sind übrigens in der global climate coalition verbunden.
Noch umfangreichere
Linksammlungen zum Klima finden Sie außerdem
hier und
hier.
Darüber hinaus bieten praktisch alle Umweltverbände Informationen zum
Klimaschutz an.

wurde seit dem "Umweltgipfel" von Rio 1992 tatsächlich ein weltweit beachtetes Thema. In der 1992 vereinbarten Konvention wird sehr allgemein versprochen, die Treibhausgasemissionen auf einem Wert zu stabilisieren, der langfristig eine tragfähige Entwicklung ermöglicht. In den folgenden Klimakonferenzen sollten die genauen Daten und Maßnahmen beschlossen werden. Ich habe fast alle davon persönlich besuchen können, für verschiedene Redaktionen der ARD darüber berichtet. Im Protokoll von Kyoto wurde dabei 1997 immerhin ein klares Reduktionsziel formuliert. (Hier das Original und eine Kurzfassung der Wikipedia - der Text meines Originalberichtes aus Kyoto ist leider verschollen) Bis zum Jahr 2010 sollen die Emissiionen der Industrienationen gegenüber 1990 um fünf Prozent gesenkt werden. Dabei hat jede Nation individuelle Verpflichtungen übernommen. Einige dürfen noch leicht zulegen, einige müssen Stabilisieren, die meisten jedoch ihre Emissionen sogar um sieben bis 8 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sollen Mechanismen entstehen, die das Wachstum der Entwicklungsländer in klimafreundliche Richtungen lenken.
Doch gab es von Anfang an umstrittene Details und potentielle
Schlupflöcher: Zum Beispiel die Möglichkeiten zum
'Klimahandel'. Den gibt es in zwei 'Geschmacksrichtungen'. Variante 1: :
Wer in den Entwicklungsländern besonders klimafreundliche Anlagen neu
errichtet, kann die im Verhältnis zu 'normaler Technologie' entstandene
CO-2 Minderung als Gutschrift in andere Länder der Welt verkaufen.
Variante 2: Innerhalb der Industrienationen wird ein kontingent an 'Erlaubter
Emission' festgelegt. Wenn dann zum Beispiel ein Kraftwerk höhere
Emissionen hat, muss es diese Emissionsrechte einkaufen - von jemandem, der die
Vorgaben unterschreitet. In der Idee steckt Potential, die Anfänge zu
diesem System sind auch in Deutschland inzwischen gemacht. Ich hatte schon sehr
früh über die Möglichkeiten, aber auch die dadurch entstehenden
'Risiken' berichtet. Ein Manuskrippt zu einer entsprechenden Globus- Sendung
von 1992 ist leider verschollen - erhalten geblieben ist ein Bericht aus 1998.
Damals hatte ich mir in Chikago einen Vorläufer der
'Klimabörse'
in der Praxis
angeschaut. Im Jahr 2002 gab es dann eine
Fortsetzung
in
WDR-Dschungel
Zweiter Problempunkt: Die sogenannten 'Senken' bei denen durch Pflanzung von zusätzlichem Wald die Berechtigung für zusätzlichen Kohlendioxyd erworben werden kann. Ein besonderer Herzenswunsch der Amerikaner, rein wissenschaftlich gesehen allerdings doch eher eine Milchmädchenrechnung. (siehe entsprechende Berichte auf meiner Seite zu Klimaforschung.)
Der nächste entscheidende Schritt wurde in Den Haag im Jahr
2000 erwartet. Entscheidende Passagen des Kyoto-Protokolles sollten noch
ausgestaltet werden.Vorbericht
Doch diese
Konferenz ist gescheitert, man kam praktisch keinen Schritt voran. Klimapolitik
ist immer ein sehr mühsames Geschäft gewesen, wie ich auch in einer
Reportage aus Den-Hag
für
ARD-Globus feststellen musste. Erst in der folgenden Klimakonferenz einigte man
sich wirklich auf die Details mittlerweile ist das Kyoto-Protokoll längst
in Kraft getreten. Da jedoch der größte Verursacher, die USA es bis
heute nicht ratifiziert haben bleibt seine Wirkung eher besgrenzt.
Manch einer hält diese Klimakonferenzen für Laberrunden in denen letztlich nichts erreicht wird. Tatsächlich scheint der Fortschritt über eine Vielzahl von Konferenzen klein. Dabei darf man aber zwei Dinge nicht aus den Augen verlieren:
Es geht um Energiepolitik und damit um gigantische wirtschaftliche Interessen. Das Klimasystem ist träge, der Bremsweg des 'Tankers' ist fast ein Jahrhundert lang. Da ist es nicht ganz so entscheidend, ob man ein paar Jahre früher oder später beginnt - Hauptsache es wird am Ende ordentlich gebremst.
Bei allen offenen Fragen und Schlupflöchern: Nachdem eine Menschheitsgeschichte lang in Sachen Energieverbrauch nur ' Gas gegeben ' wurde, ist jetzt zumindest eine gewisse Bremsung in Sicht - und auch das Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht hat vergleichsweise lasch angefangen bevor es dann recht zügig und drastisch verschärft wurde.:
Viele sehen die notwendige Verringerung des Öl- Kohle und Erdgasverbrauches als wirtschaftliche Bedrohung. Mittlerweile gibt es aber viele Hinweise darauf, daß eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Entwicklung und moderne energiesparende Produktionsweisen eher eine Chance für wirtschaftliche Wachstum darstellen, als eine echte Bedrohung. Die Arbeit des alternativen Nobelpreisträgers Amory B. Lovins belegt dies eindrucksvoll. Ehrlich gesagt: Seine Thesen haben mich seit meiner Jugend schon stark beeindruckt. Seit ich ihn persönlich kennengelernt habe gilt dies um so mehr und beeinflußt sicherlich auch stark meine journalistische Arbeit. Ein Besuch seiner Homepage lohnt sich unbedingt !