Auf dieser Seite sind Recherchen gesammelt, die sich mit den Gaskonzernen und deren Erdgaspreisen befassen. Seit über einem Jahrzehnt verfolge ich die Entwicklung des sogenannten Wettbewerbs auf dem Energiemarkt und die 'Machenschaften' der Energiewirtschaft. Seit 2004 konnte ich dabei mit einigen Berichten und meiner Gaspreisdatenbank ein wenig für 'mehr Transparen' sorgen. So zeigt diese Seite eine durchaus spannende Chronologie der Gaspreisenwicklung - und eines wachsendes Wiederstandes dagegen
Dezember 2009: Adios Ölpreisbindung Kaum sind die Ölprise wieder gestiegen, schon steigen auch die Gaspreise - und niemand wundert sich, schließlich kennt man inzwischen dessen 'Ölpreisbindung'. Doch nicht alle Anbieter erhöhen die Preise. Neue 'Anbieter' machen den etablierten 'Grundversorger' mit extrem günstigen Tarifen Konkurrenz. Und auch manch Stadtwerk senkt seine Preise anstatt zu erhöhen. Ermöglicht wird das durch eine Entwicklung in den USA - und die wachsende Menge von Erdgas, welches nicht mehr per Pipeline ins Land kommt - sondern als Flüssigerdgas per Tankschiff. Während die großen Importeure, allen voran e.on weiter auf Pipelines und Ölpreisbindung setzen, kommt der Erdgasmarkt nun auch in Deutschland in Bewegung. Ganzer Text / Video

Billiges Erdgas auch für Mieter Der Plusminus-Beitrag über die - dank Flüssigerdgas und weltweiter Überangebote - neuen Billig-Angebote für Erdgaskunden hatte einige Resonanz. Insbesondere Mieter meldeten sich - mit der Beschwerde, bei einer Zentralheizung würde allein der Vermieter entscheiden, von wem er das Erdgas kaufe. Und weil Vermieter die Kosten auf die Mieter umlegen könnten, gäbe es dort wenig Interesse zu günstigeren Angeboten zu wechseln. Das aber ist falsch. Selbst wenn Vermieter selbst nicht auf die Idee kommen, den Gasanbieter zu wechseln. Mieter können Druck ausüben und ggf. sogar die Zahlung der Nebenkosten kürzen. Wie Mieter in der gegenwärtigen Lage in den Genuss günstiegerer Heizkosten kommen können, habe ich daraufhin für 'markt' noch einmal genauer betrachtet. Ganzer Text
LNG - Erdgas per Tankschiff? Die oben geschilderte Entwicklung war voherzusehen. Schon im Frühjahr 2009 hatte ich darüber berichtet, dass LNG - verflüssigtes Erdgas - den Markt nachhaltig verändern kann. Beim Import von Erdgas scheint es, dass Deutschland fast zwangsläufig immer stärker von Russland abhängig wird. Quellen in der Nordsee und in den Niederlanden werden bald schon immer weniger liefern können, gleichzeitig steigt die Nachfrage. Die deutschen Erdgasimporteure e.on und Wingas setzen daher auf neue Pipelines für Russengas - der Rest der Welt nutzt jedoch zunehmend ganz andere Quellen. Diese Geschichte führte mich bis in die nördlichste Stadt der Welt und ergab eine 15 Minütige Mini-Dokumentation, die im Rahmen der Sendung 'markt XL' ausgestrahlt wurde. Ganzer Text

Die Erhöhung der Erdgaspreise thematisierte ich - nach einigen Jahren Pause - im Mai 2004 mal wieder für
ARD-Plusminus. Damals ging es zunächst um die überraschende
Feststellung, dass die Verkaufspreise angehoben wurden, obwohl damals die Importpreise schon seit
Jahren gefallen waren. Der Verdacht: Die Gaskonzerne gönnen sich
erhöhten Gewinn! (mehr Text)
Als im September 2004 Aribert Peters vom Bund der
Energieverbraucher dann zusammen mit dem Rechtsanwalt Thomas Fricke die Idee
zum Preiserhöhungsboykott nach
$315
BGB
entwickelte, berichtete ich auch darüber. Wenig später
entstand daraus eine bundesweite Bewegung, die vor allem rund um
Paderborn
viel Aufsehen erregte, auch darüber konnte ich berichten. Mitllerweile waren mit den Ölpreisen auch die Importpreise
gestiegen. Ein Beitrag folgte auf den nächsten, bis mich schließlich
ein Problem bei der Recherche behinderte: Alle reden zwar über die
Erdgaspreise, aber nirgendwo ist eine bundesweite Übersicht der
tatsächlichen Endkundenpreise veröffentlicht.


Ich beschloss das zu ändern und konnte den WDR überzeugen eine solche bundesweite
Gaspreisdatenbank als Zusatzinformation zur aktuellen Berichterstattung aufzubauen. So entstand -
finanziert vom WDR - die von mir betriebene Gaspreisdatenbank ,
die seitdem quartalsweise auf den aktuellen Stand gebracht wird.
(Aus rundfunkrechtlichen Gründen darf der WDR solche Angebote nicht
mehr finanzieren, seit Anfang 2007 ist sie auf meinen eigenen Server umgezogen)
ie erstmalige Zusammenstellung aller deutschen
Gaspreise erbrachte natürlich auch neue Erkenntnisse: So fanden sich
teilweise direkt nebeneinander liegende 'ungleiche Nachbarn', Stadtwerke, die
ihr Gas vom selben Vorlieferanten bezogen - sich im Preis aber um rund 20
Prozent unterschieden. Außerdem wurde klar: Mit der Ölpreisbindung
stiegen die Verkaufspreise für Endkunden merkwürdigerweise fast
doppelt so stark, wie die Importpreise der Gaskonzerne: Im Oktober 2005 musste
die e-on Ruhrgas schließlich einräumen: Die vieldiskutierte
Ölpreisbindung ist nur die halbe Wahrheit
Sie gilt
nur für Stadtwerke und Endkunden. Für andere Abnehmer, Kraftwerke und
Industrie kann der Preis auch an günstigere Indizes gekoppelt werden: zum
Beispiel den Kohlepreis! Zu alledem habe ich auch auf meiner 'Gaspreistabelle
noch einen sehr umfassenden
Hintergrundtext online gestellt.
Ein Update aus 2008: Erdgaspreise explodieren: akzeptieren oder Zählen ?
Insgesamt wird der Gaspreis im Laufe dieses Jahres für viele Kunden um weitere rund 40 Prozent steigen.
Doch immer mehr Erdgaskunden weigern sich, die Preiserhöhungen zu zahlen. Sie sind 'Gaspreisrebellen'!
Zwei Protestgruppen habe ich für Plusminus besucht. Ein Update zu vielen Berichten über diese
'Revolution, die noch lange nicht zu Ende ist.
ganzer Text

Konzerngas ist teurer: Während sich
Verbraucher über immer höhere Energiepreise ärgern, verkaufen
immer mehr Städte ihre Stadtwerke ganz oder teilweise an die großen
Energiekonzerne. Düsseldorf hat es im Jahr 2005, Leipzig kurz
vor Weihnachten 2006 beschlossen, in Kassel wird zurzeit intensiv darüber
beraten. Knapp 740 Gasversorger gibt es in Deutschland, die meisten
gehörten ursrprünglich den Städten und Kreisen. Im Lauf der
Jahre hat sich RWE an mehr als 110 von Ihnen beteiligt, EnBW ist bei knapp 40
Gasversorgern eingestiegen, der größte deutsche Gasimporteur E.ON
sogar bei mehr als 220. Die Städte bekommen durch den Einstieg der
Energiekonzerne einmalig Geld in die Kasse. Und die Verbraucher? Was haben die
davon? Normalerweise wird es ja billiger, wenn man direkt beim
Großhändler kauft. Wie eine Auswertung meiner Gaspreisdatenbank ergab
scheinen beim Erdgas allerdings andere Gesetze zu
herrschen. ganzer Text

David gegen e.on: In Börnsen ticken die Uhren in Sachen Energie anders. In den
achtziger Jahren gründete die Gemeinde ein eigenes Gemeindewerk unt hat
sich Umweltfreundlichkeit und sparsamen Verbrauch von Energie besonders
groß auf die Fahnen geschrieben. Jetzt haben die Gemeinde und Ihre Werke
so einige Probleme mit dem e.on-Konzern. Und die erscheinen symptomatisch
für vieles, was in der Energiepolitik schief läuft. Im Prinzip ergab
dieser Bericht eine perfekte Fortsetzung der vorigen Geschichte.
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