Welche Tarife sind in der Datenbank gelistet ?
Die von uns gewählte Verbrauchsgruppe (20.000 kWh/a bei 11kW) zählt in den meisten Fällen zu den kleinen Sondertarifkunden, deren Tarife gelentlich auch als Heizgas- oder Vollversorgungstarife bezeichnet werden. Manche Anbieter gewähren dabei zu besonderen Bedingungen besondere Konditionen und Rabatte. Dies gilt insbesondere für den Abschluss eines Liefervertrages mit Laufzeiten von über einem Jahr oder für den gleichzeitigen Bezug von Strom vom selben Anbieter. Gelegentlich gibt es sogar Rabatte für Vereinsmitgliedschaften oder die Zahl der Kinder. Solche Rabatt-Tarife können aus Gründen der Vergleichbarkeit nicht berücksichtigt werden. Anbieter, die solche (preiswerteren) Rabatttarife anbieten, sind mit einem * gekennzeichnet. Auch die in den letzten Quartalen auftauchenden Rabatte für ONLINE-Bearbeitung werden von uns nicht berücksichtigt! Neuester Trend: Tarife mit Vorkasse, wie sie von einigen Stromanbietern schon laengere Zeit geboten werden, tauchen vereinzelt auch beim Gas auf. Da der Kunde hier eine Jahres-Rechnungs-Summe im voraus zahlen muss und dabei entweder auf Zinsen verzichtet oder sogar riskiert, im lauf eines Jahres hohe Dispo-Zinsen zu zahlen, raten Verbraucherschutzer von solchen Tarifen ab. Sie werden daher in unserem Vergleich ebenfalls nicht beruecksichtigt.

Festpreistarife ?
Seit einiger Zeit gibt es vermehrt Angebote, in denen ein fuer ein bis drei Jahre konstanter Preis versprochen wird. Soweit der Kunde in dieser Zeit nicht auf einen evtl. guenstigeren Tarif wechseln kann, werden sie schon durch unsere grundsaetzlichen Bedingungen von der Listung ausgeschlossen. Ein Grenzfall sind solche Angebote mit einer Laufzeit von einem Jahr. Auch diese werden jedoch nach reiflicher Ueberlegung nicht gelistet. Das hat mehrere Gruende: 1. es ist fuer den Kunden im Vorfeld nicht ersichtlich, ob er damit ein gutes Geschaeft macht. Gerade wenn (wie im Herbst 2008) die Oelpreise fallen, sind solche Tarife auf lange Sicht meist unvorteilhaft. 2. Wenn der Festpreis in Zeiten steigender Oelpreise höher ist, als ein variabler Tarif, wuerde der Anbieter aus Gruenden der Vergleichbarkeit zu Recht protestieren, falls wir nicht den jeweils billigeren (variablen) Preis listen. Den Fest-Tarif aber nur dann zu listen, wenn er billiger ist als der variable Tarif, waere ebenfalls eine Ungleichbehandlung. Um diesem Problemen aus dem Weg zu gehen, werden Festpreistarife nur dann gelistet, wenn der Kunde auch in diesem Tarif jederzeit aus gegebenem Anlass in einen eventuell billigeren Tarif wechseln kann. !

Sind die gelisteten Preise wirklich vergleichbar ?
Wie beschrieben, versuchen wir grundsätzlich nur Preise in die Datenbank aufzunehmen, die an ähnliche Bedingungen geknüpft und damit wirklich vergleichbar sind.
Allerdings bedeuten unterschiedliche Preise verschiedener Anbieter damit nicht zwangsläufig, dass der teurere Anbieter grundsätzlich 'Wucher' betreibt. Tatsächlich können Preisunterschiede auch sachliche Gründe haben, die in dieser Datenbank nicht berücksichtigt werden können. So ist zum Beispiel das Verlegen von Leitungen in bergigem oder Felsigem Gelände naturgemäß teurer als in flachem, sandigem Boden. Die Gemeinden verlangen zudem unterschiedlich hohe Konzessionsabgaben (also Gebühren für die Nutzung Gemeinde-eigener Grundstücke). Insofern gibt die Datenbank hinweise auf möglicherweise überhöhte Preise, allerdings müssten ggf. auch die hier genannten Faktoren mit berücksichtig werden.

Flüssiggas ?
Flüssiggas hat einen vergleichsweise kleinen Marktanteil. Eigentlich ähnelt der Markt auf den ersten Blick dem von Heizöl. Man hat einen Tank - und kann liefern lassen, von wem man will. Aber ein Flüssiggastank ist teuer, kann gemietet werden, aber dann hängt der Kunde unter Umständen mit sehr langer Mietdauer an einem Anbieter, der als einziger befugt ist, den Tank zu befüllen. Nach den bislang eingehenden Zuschriften zu schließen, ist es auch in dieser Branche üblich, den Preis an den von Heizöl zu koppeln. Wir werden die Hinweise sammeln, das eventuell zum Anlass nehmen, diesen Markt genauer zu betrachten, können aber keine Fragen dazu beantworten. Erschöpfendere Auskünfte erhalten Sie ggf. beim Bund der Energieverbraucher,

Kubikmeter / Kilowattstunden ?
Zur Vergleichbarkeit der Energiepreise sollten auch Erdgaspreise längst allgemein in Kilowattstunden angegeben werden. Kubikmeter sind wenig aussagekräftig, solange man nicht weiss, welchen Heizwert das jeweils verkaufte Gas hat. Je nach Quelle gibt es Erdgas mit eher niedrigem Heizwert von 9,x kWh je Kubikmeter oder mit hohem Heizwert 11.x kWh je Kubikmeter. Aus physikalischen Gründen spielt auch noch der Luftdruck und damit die Höhenlage eines Ortes eine Rolle. Der jeweilige Heizwert wird von den Gasversorgern über ein geeichtes Gerät bestimmt. Eichämter berichten von gelegentlich unsauberen Umrechnungen. Soweit bekannt, gehen die jedoch mal zu Gunsten und mal zu Ungunsten des Verbrauchers aus, wobei im überwiegenden Mittel meist doch 'korrekte' Abrechnungen entstehen.

Örtliche Anbieter vergleichen ?
Wir haben zwar praktisch alle jeweiligen Anbieter in der Datenbank gelistet. Allerdings gibt es hier (noch) keine Funktion, mit der wir (Anhand der Postleitzahlen) tatsächlich für die betreffenden Regionen sichtbar machen können, welche Anbieter dort jeweils ein Konkurrenzangebot machen. Wir haben außerdem nur einen (streng definierten, weitgehend repräsentativen und für alle Anbieter identischen Abnahmefall (20.000 kW bei 11kW Brenner) gelistet. Damit ist es nicht möglich für jeden Kunden in jedem Ort den jeweils billigsten Anbieter festzustellen. Dies bleibt bislang den 'kommerziellen' Preisvergleichsrechnern vorbehalten, die wir in der öffentlichen Datenbank aus diesem Grund in der linken Spalte verlinkt haben. Allerdings. Auch wenn man dort für einzelne Postleitzahl-Bereiche Angebote 'einholen kann' - Der Sinn d i e s e r Gaspreistabelle bleibt nach wie vor, wirklich alle bundesweit vorhandenen Gasanbieter vergleichbar zu machen.

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